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Wie schreibe ich eine Todesanzeige? Aufbau, Vorlage und Tipps

Eine Todesanzeige schreiben heisst: in wenigen Zeilen mitteilen, wer gestorben ist, und sagen, wo und wann man Abschied nehmen kann. Hier lesen Sie, was hineingehört, wie Sie die Anzeige gestalten und aufgeben, ob in der Zeitung, gedruckt oder online, und wer Ihnen dabei hilft.

Thomas ZahndTrauerportalVeröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
Hand mit Stift schreibt an einem Holztisch, daneben eine Tasse
Bild: Foto: Green Chameleon / Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Todesanzeigen gibt es keine festen Regeln. Üblich sind Trostworte, Name, Geburts- und Todesdatum, Wohnort, die Angehörigen und die Angaben zur Abdankung.
  • Eine Todesanzeige kann in der Zeitung erscheinen, als gedruckte Karte per Post verschickt werden oder als Online-Todesanzeige per Link geteilt werden. Viele Familien verbinden mehrere Formen.
  • Das Bestattungsunternehmen zeigt Ihnen Beispiele und kann die Anzeige an die Zeitung weiterleiten. Jede Zeitung legt ihren eigenen Annahmeschluss fest.
  • Eine Online-Todesanzeige auf Trauerportal kostet einmalig, unabhängig von Grösse und Gestaltung, Stand: Oktober 2026. Sie lässt sich per E-Mail, WhatsApp oder SMS teilen und als PDF ausdrucken.
  • Viele Gemeinden veröffentlichen zusätzlich eine kostenlose amtliche Todesanzeige. Die private Anzeige bezahlen die Angehörigen oder die Erben.
Inhalt · 8 Abschnitte

Eine Todesanzeige teilt mit, dass ein Mensch gestorben ist, und lädt zum Abschied ein. Sie müssen den Text nicht allein und nicht perfekt schreiben: Feste Regeln gibt es nicht, und das Bestattungsunternehmen hilft Ihnen gern. Hier finden Sie den üblichen Aufbau, eine Vorlage zum Ausfüllen und die Wege, eine Anzeige aufzugeben: in der Zeitung, gedruckt per Post oder online.

TrauerportalRatgeber

Todesanzeige schreiben und aufgeben: Schritt für Schritt

Notizen

Was ist eine Todesanzeige?

Eine Todesanzeige ist eine Mitteilung, dass ein Mensch gestorben ist. Sie erscheint in der Zeitung, wird als gedruckte Karte per Post verschickt oder als Online-Todesanzeige per Link geteilt.

Laut dem Schweizerischen Verband der Bestattungsdienste erreicht eine Anzeige in der Tages- oder Wochenzeitung vor allem die Abonnentinnen und Abonnenten der Region. Wer in einem anderen Kanton oder im Ausland lebt, sieht sie oft nicht und erfährt manchmal erst Monate später vom Tod. Darum verbinden viele Familien mehrere Formen. Wie Sie Verwandte, Freunde und Bekannte informieren, entscheiden Sie selbst.

In jede Form gehören die Angaben zur Abdankung. Die Abdankung ist die Trauerfeier, bei der die Trauergemeinde Abschied nimmt. Möchten Sie nur im engsten Familien- oder Freundeskreis Abschied nehmen, können Sie das in der Anzeige so schreiben.

Amtliche und private Todesanzeige

In vielen Gemeinden gibt es zwei Arten: die amtliche Todesanzeige der Gemeinde und die private Todesanzeige, die Sie selbst gestalten. Die amtliche Anzeige ist eine kurze Bekanntmachung. Die private Anzeige ist der persönliche Text der Familie, in einer Zeitung, als gedruckte Karte oder als Online-Todesanzeige.

Ob und wie die Gemeinde den Todesfall bekannt gibt, ist von Ort zu Ort unterschiedlich. In manchen Gemeinden fragt das Bestattungsamt beim Gespräch, ob Sie eine öffentliche Bekanntmachung wünschen. In Bassersdorf geschieht das zum Beispiel in den Schaukästen und auf der Website der Gemeinde. Massgebend ist Ihre Gemeinde. Fragen Sie beim Bestattungsamt nach.

Amtliche Todesanzeige: Beispiele aus Gemeinden
KantonRegelStandQuelle
Luzern (Stadt Luzern)Die Beratungsstelle der Stadt veröffentlicht die amtliche Todesanzeige kostenlos. Auf Wunsch wird darauf verzichtet. Todesanzeigen in Tageszeitungen kosten und werden von den Erbinnen und Erben bezahlt.Oktober 2026Stadt Luzern: Im Todesfall
Zürich (Gemeinde Richterswil)Die Gemeinde veranlasst die amtliche Publikation in der Zürichsee-Zeitung und im Digitalen Amtsblatt Schweiz. Die private Todesanzeige in der Zeitung geben die Angehörigen in Auftrag.August 2026Gemeinde Richterswil: Leitfaden für den Todesfall

Die Regeln können sich ändern. Massgebend sind die Angaben des Kantons oder Ihrer Gemeinde.

Die private Todesanzeige bezahlen Sie selbst. Darauf weist auch Pro Senectute hin. Was eine Zeitungsanzeige kostet, hängt von der Zeitung und der Grösse ab. Fragen Sie vorher nach dem Preis. Einen Überblick über alle Kosten finden Sie im Artikel Was kostet eine Bestattung in der Schweiz?

Todesanzeige schreiben: der übliche Aufbau

Für den Text gibt es grossen Spielraum. Bewährt hat sich aber eine feste Reihenfolge, damit Leserinnen und Leser die wichtigsten Angaben rasch finden. Laut dem Schweizerischen Verband der Bestattungsdienste ist eine Todesanzeige in der Regel so aufgebaut:

  1. Worte des Trostes oder der Würdigung: religiös, weltlich oder philosophisch, zum Beispiel ein Vers oder ein Satz, den die verstorbene Person mochte.
  2. Name: Vorname und Name, eventuell Geburts- oder Ledigname, Spitzname oder akademischer Titel.
  3. Daten: Geburtsdatum und Todesdatum.
  4. Wohnort: Postleitzahl und Ort, eventuell mit Adresse.
  5. Absender oder Traueradresse: Die Traueradresse ist die Adresse, an die man Beileidskarten schicken kann.
  6. Angehörige: die Namen der Hinterbliebenen.
  7. Abschied: Ort, Datum und Zeit der Abdankung, oder der Hinweis, dass sie im Familien- oder Freundeskreis stattfindet.
  8. Aufbahrung und Beisetzung: Aufbahrungsort, Besuchszeiten, Friedhof und Grabart.
  9. Spenden: Blumen oder eine wohltätige Institution mit Konto.
  10. Gedenkseite im Internet: zum Beispiel der Link zu einer Online-Todesanzeige, in der Trauernde auch ihr Beileid schreiben können.

Die Namen der Angehörigen sind kein Muss. Sie können auch «Die Trauerfamilie» oder «Die Angehörigen» schreiben. Wie viel Persönliches Sie über das Leben oder die letzte Zeit der verstorbenen Person sagen, entscheiden Sie selbst.

Muster einer Todesanzeige mit weissen Orchideen, Spruch, Namen der Trauerfamilie und Angaben zur Beisetzung
Muster einer Todesanzeige: Spruch, Name und Daten, Angehörige, Angaben zur Beisetzung. Bild: Trauerportal

Todesanzeige Vorlage zum Ausfüllen

Diese Vorlage folgt dem üblichen Aufbau. Ersetzen Sie die Angaben in eckigen Klammern und streichen Sie, was nicht passt. Der Text eignet sich für die Zeitung, für die gedruckte Karte und für die Online-Anzeige.

[Spruch oder Trostwort]

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von

[Vorname Name, geb. Ledigname] [Geburtsdatum] bis [Todesdatum]

[Ein, zwei Sätze zur Person oder zum Abschied]

[Ort], [Datum]

In stiller Trauer: [Namen der Angehörigen oder «Die Trauerfamilie»]

Die Abdankung findet am [Datum] um [Zeit] in [Ort] statt. Anstelle von Blumen gedenke man [Institution, Konto].

Traueradresse: [Name, Strasse, PLZ Ort]

Todesanzeige gestalten: Foto, Schrift und Spruch

Die Gestaltung entscheiden Sie. Laut dem Schweizerischen Verband der Bestattungsdienste wählen die Hinterbliebenen, ob ein Foto farbig oder schwarz-weiss erscheint. Auch den Hintergrund können Sie frei wählen.

Das Bestattungsunternehmen zeigt Ihnen Beispiele dafür, wie die Anzeige in welcher Schrift und Grösse aussehen kann. Auch ein Symbol oder ein Bild, das zur verstorbenen Person passt, ist möglich. Beim Spruch dürfen Sie sich Zeit lassen. Manchmal hilft ein Satz, den die verstorbene Person oft gesagt hat.

Möchten Sie die Anzeige selbst gestalten, können Sie das auch online tun. Dort fügen Sie eigene Bilder hinzu, nutzen Beispieltexte und sehen sofort eine Vorschau. Sie können den Entwurf speichern und später weiterbearbeiten.

Wie man eine Todesanzeige aufgibt

Eine Todesanzeige können Sie auf drei Wegen aufgeben: in der Zeitung, als gedruckte Karte per Post oder online. Die Wege lassen sich verbinden.

Form So erreicht sie die Menschen Gut zu wissen Quelle
Anzeige in der Zeitung Erscheint in einer eigenen Rubrik und erreicht vor allem Abonnentinnen und Abonnenten der Region Annahmeschluss der Zeitung beachten; Preis je nach Zeitung und Grösse Verband der Bestattungsdienste
Gedruckte Karte (Leidzirkular) Geht per Post an die Menschen, die Sie persönlich informieren möchten Text meist gleich wie in der Zeitungsanzeige Verband der Bestattungsdienste
Online-Todesanzeige Link per E-Mail, WhatsApp, SMS oder Social Media; öffentlich oder nur im privaten Umfeld Einmalig CHF 149 inkl. MWST, Stand: Oktober 2026; als PDF zum Ausdrucken Trauerportal

In der Zeitung: Meist übernimmt das Bestattungsunternehmen das Aufgeben. Es übermittelt die Anzeige an die gewünschte Zeitung, mit Angaben zu Erscheinungstag, Grösse, Schrift und Rechnungsadresse. Sie können die Anzeige auch selbst per E-Mail an die Zeitung schicken oder das Todesfallportal der Zeitung benützen.

Wichtig ist der Annahmeschluss. Das ist der letzte Zeitpunkt, bis zu dem die Zeitung eine Anzeige für eine bestimmte Ausgabe annimmt. Ihn legt jede Zeitung selbst fest. Geben Sie die Anzeige auf, sobald Ort und Zeit der Abdankung feststehen. So haben die Trauergäste Zeit, sich einzurichten. Sollen Menschen in anderen Regionen davon erfahren, können Sie die Anzeige zusätzlich in den Zeitungen dort aufgeben, oder Sie teilen eine Online-Todesanzeige mit ihnen.

Welche weiteren Aufgaben in den ersten Tagen anstehen, lesen Sie unter Todesfall in der Schweiz: die ersten Schritte.

Gedruckte Todesanzeige: das Leidzirkular

Das Leidzirkular ist eine gedruckte Todesanzeige im Kartenformat, die per Post an Verwandte, Freunde und Bekannte geht. Sie informiert persönlich über den Todesfall und lädt zur Abdankung ein. Der Text ist meistens derselbe wie in der Zeitungsanzeige.

Vieles kann das Bestattungsunternehmen übernehmen. Laut dem Verband der Bestattungsdienste stehen viele Motive mit passenden Umschlägen zur Wahl. Wenn Sie eine Excel-Tabelle mit den Adressen haben, kann das Bestattungsunternehmen die Umschläge adressieren, frankieren und verschicken. Die Gemeinde Bassersdorf empfiehlt in ihrem Leitfaden, an Verwandte, Nachbarn, Freunde, Bekannte, Vereine und den Arbeitgeber zu denken.

Auch eine Online-Todesanzeige können Sie auf Papier weitergeben: Sie lässt sich als PDF oder Bild herunterladen und ausdrucken.

Um die Danksagung müssen Sie sich nicht sofort kümmern. Mit ihr danken Angehörige später für die Anteilnahme, als Anzeige in der Zeitung oder mit Trauerkarten.

Online-Todesanzeige: günstig und einfach zu teilen

Eine Online-Todesanzeige ist eine Todesanzeige im Internet, die Sie per Link mit anderen teilen. Auf Trauerportal erstellen Sie sie in drei Schritten: gestalten, Sichtbarkeit wählen, veröffentlichen und teilen.

Stand: Oktober 2026 kostet sie einmalig CHF 149 inklusive MWST, unabhängig von Grösse, Farbe oder Gestaltung. Damit ist sie laut Trauerportal deutlich günstiger als ein klassisches Zeitungsinserat. Den Link können Sie so oft weiterleiten, wie Sie möchten, zum Beispiel per E-Mail, WhatsApp, Facebook oder SMS. Ort und Zeit der Abdankung können Sie angeben. Ein Kondolenzbuch für Beileidsnachrichten ist möglich, Sie können es aber auch ausschalten. Die Anzeige bleibt ohne Zeitlimit online, und Sie können sie jederzeit deaktivieren.

Mehr dazu und Beispiele finden Sie unter Todesanzeige erstellen.

Online-Todesanzeige gestalten

Häufige Fragen

Was muss in einer Todesanzeige stehen?

Feste Regeln gibt es nicht. Üblich sind Vorname und Name der verstorbenen Person, Geburts- und Todesdatum, der Wohnort, die Namen der Angehörigen oder eine Traueradresse sowie Ort, Datum und Zeit der Abdankung. Dazu kommen oft Trostworte, ein Spruch und ein Hinweis auf Spenden statt Blumen.

Wie gibt man eine Todesanzeige in der Zeitung auf?

Meist leitet das Bestattungsunternehmen die Anzeige an die gewünschte Zeitung weiter, mit Angaben zu Erscheinungstag, Grösse, Schrift und Rechnungsadresse. Sie können die Todesanzeige auch selbst per E-Mail an die Zeitung schicken oder das Todesfallportal der Zeitung benützen. Jede Zeitung legt einen eigenen Annahmeschluss fest.

Kann ich eine Todesanzeige auch online aufgeben?

Ja. Auf Trauerportal erstellen Sie eine Online-Todesanzeige in drei Schritten und teilen sie danach per Link, zum Beispiel per E-Mail, WhatsApp oder SMS. Sie kostet einmalig CHF 149 inklusive MWST, unabhängig von Grösse und Gestaltung, Stand: Oktober 2026. Die Anzeige lässt sich auch als PDF herunterladen und ausdrucken.

Was ist der Unterschied zwischen amtlicher und privater Todesanzeige?

Die amtliche Todesanzeige ist eine kurze Mitteilung der Gemeinde, die in vielen Gemeinden kostenlos ist und auf Wunsch wegfallen kann. Die private Todesanzeige gestalten die Angehörigen selbst, für die Zeitung, als gedruckte Karte oder online. Sie kostet, und die Kosten tragen die Angehörigen oder die Erben. Was in Ihrer Gemeinde gilt, erfahren Sie beim Bestattungsamt.

Muss ich die Namen aller Angehörigen in die Todesanzeige schreiben?

Nein. Meist stehen die Namen der engsten Familienmitglieder in der Anzeige, aber das ist kein Muss. Sie können auch «Die Trauerfamilie» oder «Die Angehörigen» schreiben.

Gibt es eine Vorlage für eine Todesanzeige?

Ja. Bestattungsunternehmen legen Ihnen Beispiele mit verschiedenen Schriften und Grössen vor. Bei der Online-Todesanzeige auf Trauerportal gibt es Beispieltexte und eine Vorschau. Sie können auch nach dem üblichen Aufbau einen eigenen Text schreiben: Trostwort, Name und Daten, Angehörige, Angaben zur Abdankung, Spenden und Traueradresse.

Quellen und weiterführende Links

Thomas ZahndMitgründer und Co-GeschäftsführerThomas Zahnd verantwortet mit Trauerportal den Ratgeber, der Angehörigen in der Schweiz die Schritte nach einem Todesfall verständlich erklärt.Mit KI recherchiert, von Thomas Zahnd geprüft

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